Und wieder... einfach mal die "Ansicht" wechseln...
Wie oft hast du schon Löwenzahn aus deinen Beeten gezupft?
Für die meisten Gärtner ist der Löwenzahn nur ein lästiger Gast im Rasen. Doch, was ist, wenn wir den Spieß umdrehen? Wir bekämpfen ihn nicht, sondern laden ihn ein - als Heilpflanze, Vitaminbombe und Bodenhelfer? Ich möchte heute hierfür Werbung machen, Werbung für den Löwenzahn!
Warum verdient der Löwenzahn einen Platz im Garten?
- Als Frühblüher mit wichtigem Pollenangebot im Frühjahr ist der Löwenzahn außerordentlich Bienen-freundlich.
- Seine Pfahlwurzel durchdringt verdichtete Böden und verbessert die Bodenstruktur, lockert den Boden auf.
- Er ist nachhaltig, er wächst ohne Pflege, Dünger oder Pestizide, ist also ideal für einen Naturgarten.
So integrierst du den Löwenzahn sinnvoll in deinem Garten...
- Gezielt aussähen statt rausreißen
Samen im Spätsommer ausreifen lassen und im Frühherbst in Wildkräuterbeete, Hochbeetkanten oder Blühstreifen aussähen, in sonnigen bis halbschattigen Bereichen wächst er besonders aromatisch.
- Blätter regelmäßig ernten
Je häufiger du erntest, desto länger bleibt die Pflanze zart und bitterstoffreich
- Pflege
Nicht zu früh zurückschneiden, lass einige Exemplare blühen und für Insekten stehen
Das Wildkräuterbeet mit unserem Hauptdarsteller
Eine ganz wundervolle Idee ist auch die Herstellung eines Wildkräuterbeetes, denn der Löwenzahn fördert nicht nur Wildbienen und Schmetterlinge, sondern ist auch kompartibel mit anderen Wildkräutern wie z.B. Spitzwegerich, Gänseblümchen und Schafgarbe.
Grundstruktur
Form: Quadratisch (1 × 1 m), alternativ auch rechteckig (z. B. 60 × 120 cm)
Lage: Sonnig bis halbschattig, z. B. am Rand des Gemüsebeets, entlang eines Gartenwegs, im Hochbeet oder Balkon-Hochkasten
Umrandung (optional):
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Holzrahmen
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Feldsteine
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Rindenmulchpfad drumherum
Pflanzaufteilung - Vorschlag für eine harmonische Mischung
Mitte (2–3 Pflanzen Löwenzahn)
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Der Hauptdarsteller.
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Genug Abstand (mind. 30–40 cm), da er mit Pfahlwurzel wächst und breit wird.
Randbepflanzung
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Gänseblümchen: Bodendecker, ergänzt frühere Ernte.
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Spitzwegerich: Hustenheilkraut, harmoniert gut im Boden.
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Schafgarbe: Kräftig, strukturgebend, auch schön blühend
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Wilde Möhre: Zarte, filigrane Struktur & Insektenmagnet.
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Ringelblume: Bunt, heilsam, unterstützt andere Pflanzen.
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Kamille: Sanfte Heilpflanze, wirkt bodenberuhigend.
So könnte das dann aussehen:
Praktische Tipps zur Anlage
Pflanzzeit: Frühling (März–Mai) oder Herbst
Boden: Locker, nährstoffarm, kalkliebend
Pflege: Kaum nötig – ggf. Wildwuchs in Schach halten
Bewässerung: Nur bei längerer Trockenheit
Schnitt: Nur zum Teil – Blüte stehen lassen!
Beschriftung: Mit Holzschildchen oder Steinen
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