Was der Löwenzahn für deine Leber tun kann...
Den heutigen Blog möchte ich einem für mich besonders wichtigem Thema widmen, der Wirkung des Löwenzahns auf die Leber. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich an einer Autoimmun-Erkrankung der Leber leide. Sie heißt Primär Biliäre Cholangitis, vor 2015 nannte man diese Erkrankung Primär Biliäre Zirrhose, da aber gut zwei Drittel der Erkrankten bei Früherkennung und adäqueter Behandlung keine Zirrhose mehr entwickeln, hat man die Erkrankung umbenannt, ein Umstand, der auch mich mit Erleichterung erfüllt hat.
Die Erkrankung stellt sich wie folgt da: Zunächst werden die Gallengänge in der Leber durch das Immunsystem angegriffen und durch eine Entzündung zerstört. Langfristig greift die Entzündung auf das gesamte Lebergewebe über und kann im Endstadium zur Zirrhose führen. Soweit die Sachlage...
... hier kommt der Löwenzahn ins Spiel.
Die Leber ist eines der wichtigsten Entgiftungsorgane unseres Körpers – und der Löwenzahn wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt, um genau diese Funktion zu unterstützen. Besonders die Wurzel der Pflanze spielt hier eine zentrale Rolle.
Wirkstoffe:
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Bitterstoffe (Taraxacin) – die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe setzen bereits im Mund die Speichel- und Magensaftsekretion an und bereiten den Verdauungstrakt auf die Nahrung vor, sie steigern die Gallenproduktion in der Leber und fördern den Gallenfluss im Darm.
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Inulin (Präbiotikum) – ist ein Ballaststoff, der das Wachstum der nützlichen Darmbakterien unterstützt, so die Darmschleimhaut stärkt und so den gesamten Darmtrakt verbessert.
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Cholin - ein vitaminähnlicher Stoff, der die Fettverdauung anregt, die Leber entgiftet, die Darmschleimhaut regeneriert
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Flavonoide – wirken entzündungshemmend, leberschützend, verbessern den Gallenfluss, blockieren Histaminfreisetzung (interessant bei Unverträglichkeiten) und verbessern die Nährstoffaufnahme der Organe (durch Förderung der Mikrozirkulation im Verdauungstrakt)
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Kalium – der hohe Kaliumgehalt führt zu einer sanften Entschlackung der Nieren, entlastet so auch Leber, Galle und Darm
Laut der traditionellen europäischen Medizin (TEM) gilt der Löwenzahn als:
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Lebertonikum (kräftigend)
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Cholagogum (Galle-treibend)
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Mildes Diuretikum (den Urin befördernd)
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse
Zahlreiche Studien zeigen:
Löwenzahnextrakte fördern die Gallenproduktion und wirken hepatoprotektiv (leberschützend). Auch antioxidative und entzündungshemmende Effekte wurden nachgewiesen. Besonders spannend: Es gibt Hinweise, dass Löwenzahn den Fettstoffwechsel verbessert – also unterstützend bei Fettleber wirken könnte.
Natürlich bin ich medikamentös eingestellt, meine Leberwerte sind gut. Für mich persönlich ist es jedoch das Ziel, irgendwann von dieser medikamentösen Abhängigkeit loszukommen und vielleicht ein Leben führen zu können, in dem ich keine Medikamente mehr nehmen muss.
2024 habe ich komplett ohne Medikamente zugebracht, leider sind zum Jahresende die Entzündungswerte wieder angestiegen und ich musste meine Medikation wieder beginnen.
Der Löwenzahn ist da eine wunderbare Unterstützung und wird von mir natürlich hier sehr gerne angewendet. Deswegen haben wir beide uns wohl auch gefunden.
Ein gutes Mittel zur Lebergenesung ist die Urtinktur, darüber habe ich in diesem Blog ein Video gemacht, dort findest du auch das Rezept.
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