Es ist wieder einer dieser Tage... eigentlich muss ich noch einkaufen gehen und danach noch etwas kochen, die Wäsche wartet auch noch im Trockner und die Betten müssen noch bezogen werden. Aber erstmal eben schnell mit unserem Riesenschnauzer Sonny spazieren gehen... mal eben schnell... als wenn ich es nicht besser wüsste. Mit Sonny geht mal nichts eben schnell, viel zu groß und zu spannend ist die Welt. Der Nachbarshund muss angebellt und angeknurrt werden. Jeder Grashalm muss beschnuppert werden, jede Ecke markiert, jeder Vogel am Himmel beobachtet werden und jede Bewegung im Wald verfolgt werden. Und da Sonny ein großer Hund ist, reicht es ihm nicht, mal eben um die vier Ecken zu schlendern. Unter eine Stunde ist da nichts drin...
Und so laufen wir los. Durch den Wald, oben an die Biegung links am Waldrand entlang, bis wir an eine wunderschöne Wiese voller Löwenzahn kommen. Und plötzlich fühle ich einen starken Drang, mich einfach in diese Wiese zu legen, vergessen ist die Angst vor Krabblern und Dreck. Ich lege mich einfach mitten auf die Wiese und schaue in den wunderbar blauen Himmel. Über mir wiegt der Löwenzahn hin und her, rahmt den Himmel ein. Eine nicht gekannte Ruhe überkommt mich. Ich liege warm und weich, irgendwie behütet, ich werde umarmt und gehalten, ich verliere mich im Himmelsblau. Und ich denke an nichts, einfach gar nichts. Und das ist so wohltuend. Keine Ahnung, wie lange ich da liege. Irgendwann erwache ich wie aus einem Traum, komme in die Realität zurück. Langsam stehe ich auf und sehe, dass Sonny neben mir auf der Wiese liegt und offensichtlich genauso die Ruhe genießt wie ich. Ruhig, den Körper voller Sonne und Entspannung verlassen wir beide diese Wiese und kehren nach Hause zurück. Den Rest des Weges legen wir völlig entspannt zurück. Wir haben beide viel Kraft getankt.
PS: Die Wäsche habe ich am nächsten Tag gewaschen, genauso wie die Betten erst am nächsten Tag bezogen wurden. Und... es war gar kein Problem.
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