
Wenn Pflanzen Wache halten
9 Pflanzen, 9 Kräfte, ein Neubeginn – Pflanzenkraft im Kranz gebunden
Wenn das Jahr ausatmet und die Zeit kurz stillsteht,
treten sie näher.
Die Alten nannten sie Hüter.
Bäume und Pflanzen, die im Winter nicht weichen.
Die bleiben. Die wachen. Die Grenzen halten.
Auf dieser Winterwanderung betreten wir bewusst die Zeit zwischen den Zeiten.
Wir gehen langsam, mit offenen Sinnen, durch den rauen, stillen Wald.
Neun Hüter begleiten uns:
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Tanne – sie hält, wenn alles schwankt
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Fichte – sie schneidet Klarheit ins Dunkel
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Kiefer – sie gibt Mut, wenn Kraft fehlt
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Wacholder – der Wächter an der Grenze
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Eibe – Tod, Wandlung, Neubeginn
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Stechpalme – Schutz vor Unheil
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Efeu – Treue über alle Zeiten hinweg
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Buchsbaum – Ordnung im Chaos
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Mistel – Frieden zwischen Gegensätzen
Wir sammeln behutsam und mit Bedacht.
Aus den Gaben der Hüter flechten wir einen Rauhnachtskranz – ein Schutzzeichen.
Der Kranz wird an die Tür gehängt.
Nicht, um etwas fernzuhalten –
sondern um bewusst zu markieren:
Hier endet das Alte.
Hier beginnt das Neue.
Hier wache ich.